Zahnextraktion Wien: erst erhalten, dann entfernen
Wenn ein Zahn nicht mehr zu retten ist — schonende Entfernung und ein klarer Plan für die Lücke, bei Doz.Dr.Dr. Kaan Yerit
5–60 Minuten
•Örtliche Betäubung
•Wunde zu in 3–14 Tagen
•Zahnerhalt hat Vorrang
•Die einfache Entfernung dauert 5 bis 15 Minuten, die operative 20 bis 60 Minuten. Die Wunde schließt sich in 3 bis 7 beziehungsweise 7 bis 14 Tagen, der Knochen füllt die Alveole in 3 bis 6 Monaten wieder auf.
Zahnextraktion Wien: erst erhalten, dann entfernen
Wenn ein Zahn nicht mehr zu retten ist — schonende Entfernung und ein klarer Plan für die Lücke, bei Doz.Dr.Dr. Kaan Yerit
5–60 Minuten
•Örtliche Betäubung
•Wunde zu in 3–14 Tagen
•Zahnerhalt hat Vorrang
•Zahnextraktion Wien
zahnextraktion-wien

4.9★
Doctify Rating
25+
Jahre Erfahrung
Persönlich
Beratung in der Praxis
1010 Wien
Kärntner Straße 9
Auf einen Blick
Einfach oder operativ
Der durchgebrochene Zahn ist in 5 bis 15 Minuten draußen. Ist er verlagert oder frakturiert, dauert der Eingriff 20 bis 60 Minuten.
Zwei Heilungszeiten
Die Wunde schließt sich in 3 bis 14 Tagen. Der Knochen füllt die Alveole erst in 3 bis 6 Monaten wieder auf.
Der Knochen schrumpft
Ohne Maßnahme verliert der Kieferkamm 2,7 bis 3,6 Millimeter Breite — das Auffüllen der Alveole begrenzt das nachweislich.
Ein Zahn wird gezogen, wenn nichts anderes mehr trägt.
Zuerst prüfen wir, ob er bleiben kann
Wurzelbehandlung, Wurzelspitzenresektion, Parodontaltherapie — diese Wege stehen vor der Entfernung. Erst wenn keiner davon eine belastbare Aussicht hat, raten wir zum Ziehen. Und sagen dann auch, warum.
Was danach kommt, gehört zur Entscheidung
Der Kieferknochen bildet sich nach dem Verlust eines Zahnes zurück — an großen Backenzähnen um mehr als drei Millimeter Breite. Ob wir die Alveole gleich auffüllen, besprechen wir deshalb vor dem Eingriff, nicht danach.

Millimeter Kieferkamm
So viel Breite verliert der Kieferknochen an einem großen Backenzahn, wenn die Alveole nach der Entfernung sich selbst überlassen bleibt (Couso-Queiruga et al., 2021). Genau deshalb sprechen wir über den Erhalt der Alveole, bevor der Zahn gezogen wird — nicht erst, wenn ein Implantat geplant ist.
Vertiefung
Was nach der Zahnextraktion mit dem Knochen geschieht
Der Eingriff selbst ist meist unspektakulär. Die eigentliche Frage stellt sich danach — und sie entscheidet darüber, wie aufwendig der Ersatz später wird.
Ein Zahn hält den Kieferknochen in Form, weil er ihn beim Kauen belastet. Fällt diese Belastung weg, baut sich der Knochen zurück. Eine Metaanalyse aus 28 Arbeiten hat vermessen, wie stark: Bei Front- und kleinen Backenzähnen verliert der Kieferkamm in der Breite im Mittel 2,73 mm, bei großen Backenzähnen 3,61 mm; in der Höhe sinkt er um rund 1,7 mm ab (Couso-Queiruga et al., 2021). Der größte Teil davon geschieht in den ersten Monaten — also lange bevor die meisten Patient:innen über Ersatz nachdenken.
Wer besonders viel Knochen verliert — und warum das vorher bekannt ist
Dieser Verlust fällt nicht bei allen gleich aus. Eine prospektive Untersuchung an 42 Patient:innen zeigt, dass die Dicke der äußeren Knochenlamelle den Ausschlag gibt: War sie höchstens 1 mm dünn, betrug der horizontale Verlust 4,57 mm — mehr als doppelt so viel wie die 2,17 mm bei dickerer Wand (Couso-Queiruga et al., 2023). Diese Wandstärke lässt sich vor dem Eingriff beurteilen. Deshalb sprechen wir bei dünner Knochenlamelle über den Erhalt der Alveole, bevor der Zahn gezogen wird.
Die Alveole auffüllen: Was das bringt
Das Auffüllen der leeren Zahnfachöffnung mit einem Knochenersatzmaterial direkt nach der Entfernung ist gut untersucht. Eine Netzwerk-Metaanalyse aus 88 randomisierten Studien mit 2.805 Patient:innen kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Alle geprüften Materialien verringerten den horizontalen und vertikalen Verlust signifikant gegenüber der sich selbst überlassenen Alveole (Canullo et al., 2022). Sinnvoll ist der Aufwand vor allem dann, wenn später ein Implantat geplant ist — und wenn die Knochenwand dünn ist. Wo beides nicht zutrifft, raten wir auch davon ab.
Alveolitis sicca: die Komplikation, die Sie kennen sollten
Löst sich das Blutgerinnsel aus der Wunde, liegt der Knochen frei — die Alveolitis sicca. Typisch ist, dass der Schmerz nicht sofort da ist, sondern erst nach zwei bis drei Tagen einsetzt und dann zunimmt. Die Häufigkeit hängt stark vom Eingriff ab: Bei routinemäßigen Entfernungen 1 bis 5 Prozent, bei operativ entfernten Weisheitszähnen bis zu 30 Prozent (Daly et al., 2022). Eine große Beobachtungsstudie an 1.357 Routineeingriffen fand sie in 1 Prozent der Fälle und benennt Rauchen sowie eine längere Eingriffsdauer als Risikofaktoren (Cardoso et al., 2024). Vorbeugen lässt sich mit Chlorhexidin — Spülung oder Gel senkten das Risiko in der Cochrane-Auswertung deutlich.
Wundheilung nach der Zahnextraktion: was tatsächlich hilft
Die 2024 erschienene Leitlinie zur medikamentösen Behandlung akuter Zahnschmerzen ist hier deutlich: Entzündungshemmer vom NSAR-Typ, allein oder zusammen mit Paracetamol, wirken nach einer Zahnentfernung voraussichtlich besser als Opioide — bei zugleich günstigerem Sicherheitsprofil. Opioide bleiben den Fällen vorbehalten, in denen das nicht ausreicht (Green et al., 2024). Wie der Eingriff im Einzelnen abläuft, lesen Sie auf Zahnextraktion Ablauf Wien; die Richtwerte finden Sie auf Zahnextraktion Kosten Wien und in unserer Preisübersicht — feste Preise dürfen wir vor der Untersuchung aus rechtlichen Gründen nicht nennen (§ 35 Abs. 5 ZÄG). Einen ausführlichen Überblick zur chirurgischen Zahnentfernung bietet YERIT ebenfalls.
IHR ANLIEGEN
Was bewegt Sie?

Akute Schmerzen oder Schwellung
Ein Zahn pocht, die Wange schwillt an, das Kauen geht nicht mehr. Rufen Sie an — wir sehen uns das kurzfristig an, bevor wir über Entfernung sprechen.
Ziehen — oder geht doch noch etwas?
Ihnen wurde die Entfernung vorgeschlagen und Sie möchten eine zweite Meinung. Wir prüfen in Ruhe, ob der Zahn zu halten ist — und sagen es ehrlich, wenn nicht.
Was kommt nach dem Zahn?
Sie wissen, dass der Zahn raus muss, und fragen sich, wie die Lücke geschlossen wird. Diese Frage gehört vor den Eingriff — sie ändert, wie wir ihn durchführen.
EIGNUNG-CHECK
Passt diese Behandlung zu Ihnen?
IHRE REISE
Der Weg zu Ihrem neuen Lächeln
Individuelle Erstberatung
Ihre Wünsche und Ihre Zähne kennenlernen
Wir besprechen Ihre Wünsche und untersuchen, welche Behandlung zu Ihren Zähnen passt.


Individuelle Behandlungsplanung
Die nächsten Schritte gemeinsam festlegen
Sie erfahren, welche Schritte vorgesehen sind und welche Fragen vorab geklärt werden sollten.
Präzise Durchführung
Ihre Behandlung Schritt für Schritt begleiten
Die Behandlung richtet sich nach Ihrem persönlichen Plan. Sprechen Sie Fragen und Beschwerden jederzeit an.


Nachsorge und Kontrollen
Pflege und weitere Kontrollen besprechen
Zum Abschluss besprechen wir die weitere Pflege und die für Sie passenden Kontrolltermine.
Im Alltag
Planen Sie den Eingriff auf einen Tag, an dem Sie danach zur Ruhe kommen. Beschwerden und Schwellung sind am ersten und zweiten Tag am ausgeprägtesten, Kühlen von außen hilft. Verzichten Sie in den ersten Tagen auf Sport, Sauna, Alkohol und Rauchen sowie auf Strohhalme und kräftiges Ausspülen — all das kann das Blutgerinnsel lösen, das die Wunde schützt. Essen Sie weich und lauwarm und kauen Sie auf der anderen Seite.
IHRE OPTIONEN
BEHANDLUNGSOPTIONEN IM VERGLEICH
Die Zahlungsbedingungen klären wir mit Ihnen vor der Behandlung.
Eine erste Orientierung bieten die marktüblichen Richtwerte auf unserer Preisseite (/preise). Eine verbindliche Zahl können wir aus rechtlichen Gründen erst nach der Untersuchung nennen — welche Leistungen für Sie vorgesehen sind und was sie kosten, besprechen wir in Ihrem persönlichen Kostenplan.
Advanced dental Aesthetics & Implantology
Doz.Dr.Dr. Kaan Yerit
„Ästhetik ist kein Zufall, sondern das Ergebnis präziser Planung und tiefer Leidenschaft.“
Einen Zahn zu ziehen ist die letzte Option, nicht die schnellste. Wenn sie unvermeidbar ist, entscheidet die Technik darüber, wie viel Knochen für das bleibt, was danach kommt.
Profil ansehen →wissenschaftliche Referenzen
Institut für Implantologie und Digitale Zahnmedizin Wien
Medizinische Universität Wien
Österreichische Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (ÖGMKG)
Österreichische Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (ÖGZMK)
Österreichische Zahnärztekammer
Praxis Yerit – Zahnarzt Wien
Erfahrungsberichte
„Die Behandlung bei Doz. Dr. Dr. Yerit hat mein Leben verändert.“
„Die digitale Planung war beeindruckend — ich wusste vorab genau, was mich erwartet.“
„Endlich habe ich das Ergebnis, auf das ich so lange gewartet habe.“
Exzellenz
Warum Smile4Life
Zahnerhalt wird zuerst geprüft
Wurzelbehandlung, Wurzelspitzenresektion, Parodontaltherapie — wir gehen diese Wege durch, bevor wir zur Entfernung raten. Nicht jeder Zahn, der aufgegeben wird, müsste aufgegeben werden.
Knochenschonende Technik
Der Zahn wird gelöst, bei Bedarf geteilt und in Teilen entnommen — damit die Knochenwände stehen bleiben. Das entscheidet darüber, wie viel Knochen für einen späteren Ersatz übrig ist.
Der MKG-Chirurg operiert selbst
Doz.Dr.Dr. Kaan Yerit ist Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Auch verlagerte Zähne, Wurzelreste und enge Lagebeziehungen zu Nerv oder Kieferhöhle bleiben im Haus.
Häufig gestellte Fragen
Fragen unserer Patienten
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Die einfache Entfernung dauert 5 bis 15 Minuten, die operative 20 bis 60 Minuten. Die Wunde schließt sich in 3 bis 7 beziehungsweise 7 bis 14 Tagen, der Knochen füllt die Alveole in 3 bis 6 Monaten wieder auf.
Aufwand einordnen
Ein Termin zur Untersuchung mit Röntgenaufnahme, der Eingriff selbst und — nach einem operativen Vorgehen — die Fadenentfernung nach 7 bis 10 Tagen. Bei geplantem Ersatz kommt ein Planungstermin hinzu.
Im Alltag
Planen Sie den Eingriff auf einen Tag, an dem Sie danach zur Ruhe kommen. Beschwerden und Schwellung sind am ersten und zweiten Tag am ausgeprägtesten, Kühlen von außen hilft. Verzichten Sie in den ersten Tagen auf Sport, Sauna, Alkohol und Rauchen sowie auf Strohhalme und kräftiges Ausspülen — all das kann das Blutgerinnsel lösen, das die Wunde schützt. Essen Sie weich und lauwarm und kauen Sie auf der anderen Seite.
Für wen diese Informationen gedacht sind
Für Patient:innen, bei denen ein Zahn nicht mehr erhaltungswürdig ist — etwa bei so weit fortgeschrittener Karies, dass keine Restauration mehr hält, bei starkem Knochenabbau durch Parodontitis mit ausgeprägter Lockerung, bei einer Längsfraktur der Wurzel oder bei tiefen Wurzelresten. Ebenso bei verlagerten Weisheitszähnen, die wiederkehrende Entzündungen verursachen, und bei kieferorthopädisch begründetem Platzmangel.
Wichtige Grenzen
Ist der Zahn mit einer Wurzelbehandlung, einer Wurzelspitzenresektion oder einer Parodontaltherapie noch zu halten, hat der Erhalt Vorrang — eine Entfernung ist dann nicht angezeigt. Bei einer akuten, ausgedehnten Entzündung wird diese zunächst behandelt. Blutverdünnende Medikamente, eine Bisphosphonat- oder Antikörpertherapie gegen Knochenschwund, eine Bestrahlung im Kieferbereich sowie schlecht eingestellter Diabetes erfordern eine besondere Planung und teils die Abstimmung mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt. Setzen Sie blutverdünnende Medikamente niemals eigenmächtig ab.
Unsere Haltung
Eine Zahnentfernung ist bei uns keine Routineentscheidung, sondern das Ende einer Prüfung. Fortgeschrittene Karies, ein Knochenabbau durch Parodontitis oder eine Wurzelfraktur bedeuten nicht automatisch, dass der Zahn raus muss — in vielen Fällen trägt eine Wurzelbehandlung oder eine Wurzelspitzenresektion noch. Erst wenn diese Wege keine belastbare Aussicht mehr haben, raten wir zur Entfernung. Und wenn ein Zahn wirklich nicht mehr zu halten ist, sagen wir auch das klar, statt einen aussichtslosen Erhaltungsversuch zu beginnen, der Zeit und Geld kostet.
Genauso offen sprechen wir über das, was danach kommt. Der Kieferknochen baut sich nach dem Verlust eines Zahnes messbar zurück — 2,73 mm in der Breite an Front- und kleinen Backenzähnen, 3,61 mm an großen Backenzähnen (Couso-Queiruga et al., 2021), bei dünner Knochenwand sogar 4,57 mm (Couso-Queiruga et al., 2023). Wer das erst erfährt, wenn Jahre später ein Implantat geplant wird, steht vor einem größeren Eingriff als nötig. Deshalb gehört die Frage nach dem Ersatz für uns vor die Entfernung — nicht danach. Ob das Auffüllen der Alveole sinnvoll ist, entscheiden wir dabei nach Befund und nicht pauschal: Es ist wirksam (Canullo et al., 2022), aber nicht in jedem Fall notwendig.
WISSENSCHAFTLICHE STUDIEN
Eine Zahnentfernung ist bei uns keine Routineentscheidung, sondern das Ende einer Prüfung. Fortgeschrittene Karies, ein Knochenabbau durch Parodontitis oder eine Wurzelfraktur bedeuten nicht automatisch, dass der Zahn raus muss — in vielen Fällen trägt eine Wurzelbehandlung oder eine Wurzelspitzenresektion noch. Erst wenn diese Wege keine belastbare Aussicht mehr haben, raten wir zur Entfernung. Und wenn ein Zahn wirklich nicht mehr zu halten ist, sagen wir auch das klar, statt einen aussichtslosen Erhaltungsversuch zu beginnen, der Zeit und Geld kostet.
Genauso offen sprechen wir über das, was danach kommt. Der Kieferknochen baut sich nach dem Verlust eines Zahnes messbar zurück — 2,73 mm in der Breite an Front- und kleinen Backenzähnen, 3,61 mm an großen Backenzähnen (Couso-Queiruga et al., 2021), bei dünner Knochenwand sogar 4,57 mm (Couso-Queiruga et al., 2023). Wer das erst erfährt, wenn Jahre später ein Implantat geplant wird, steht vor einem größeren Eingriff als nötig. Deshalb gehört die Frage nach dem Ersatz für uns vor die Entfernung — nicht danach. Ob das Auffüllen der Alveole sinnvoll ist, entscheiden wir dabei nach Befund und nicht pauschal: Es ist wirksam (Canullo et al., 2022), aber nicht in jedem Fall notwendig.
Couso-Queiruga E et al. (2021). Post-extraction dimensional changes: A systematic review and meta-analysis
Diese systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse aus 28 Arbeiten quantifiziert, wie stark der Kieferkamm nach einer Zahnentfernung ohne zusätzliche Maßnahmen schrumpft. Bei Nicht-Molaren betrug der horizontale Verlust klinisch gemessen 2,73 mm, die vertikale Absenkung an der Außenseite 1,71 mm. An Molaren fiel der horizontale Verlust mit 3,61 mm noch deutlicher aus. Der Umfang des Knochenabbaus hängt also maßgeblich vom Zahntyp ab — eine wichtige Grundlage für die Entscheidung, ob die Alveole nach der Entfernung aufgefüllt werden sollte (Journal of Clinical Periodontology, 2021).
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Couso-Queiruga E et al. (2023). Effect of periodontal phenotype characteristics on post-extraction dimensional changes of the alveolar ridge: A prospective case series
Diese prospektive Fallserie begleitete 42 Patient:innen nach der Entfernung eines Oberkieferzahns über 14 Wochen und untersuchte, welche anatomischen Ausgangsbedingungen den Knochenabbau bestimmen. Entscheidend war die Dicke der äußeren Knochenlamelle: War sie höchstens 1 mm dünn, fiel der horizontale Verlust mit 4,57 mm mehr als doppelt so hoch aus wie bei dickerer Lamelle mit 2,17 mm. Auch der Volumenverlust war deutlich ausgeprägter. Die Dicke der Knochenwand lässt sich vor dem Eingriff beurteilen — und begründet, warum wir gerade in diesen Fällen über den Erhalt der Alveole sprechen (Journal of Clinical Periodontology, 2023).
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Canullo L et al. (2022). Dimensional and histomorphometric evaluation of biomaterials used for alveolar ridge preservation: a systematic review and network meta-analysis
Diese Netzwerk-Metaanalyse aus 88 randomisierten Studien mit 2.805 Patient:innen und 3.073 Alveolen untersucht, ob und womit sich der Knochenabbau nach einer Zahnentfernung begrenzen lässt. Ergebnis: Alle geprüften Materialien verringerten den horizontalen und vertikalen Verlust signifikant gegenüber der unbehandelten, spontan heilenden Alveole. Am verlässlichsten schnitten Xenotransplantate sowie Allotransplantate in Kombination mit bioaktiven Zusätzen ab; Thrombozytenkonzentrate lagen bei der Neubildung von Knochen vorn (Clinical Oral Investigations, 2022).
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Daly BJM et al. (2022). Local interventions for the management of alveolar osteitis (dry socket)
Diese aktualisierte Cochrane-Übersichtsarbeit wertet 49 randomisierte Studien mit 6.771 Teilnehmenden zur Vorbeugung und Behandlung der Alveolitis sicca („Dry Socket“) aus. Die Autor:innen beziffern die Häufigkeit mit 1 bis 5 Prozent bei routinemäßigen Zahnentfernungen — bei operativ entfernten Weisheitszähnen dagegen mit bis zu 30 Prozent. Spülungen mit Chlorhexidin vor und 24 Stunden nach dem Eingriff senkten das Risiko deutlich (Odds Ratio 0,38), ebenso Chlorhexidin-Gel in die Alveole (Odds Ratio 0,44) — beides mit moderater Verlässlichkeit der Evidenz (Cochrane Database of Systematic Reviews, 2022).
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Cardoso RB et al. (2024). Prevalence and factors associated with dry socket following routine dental extractions
Diese prospektive, multizentrische Beobachtungsstudie an 1.357 Patient:innen nach routinemäßiger Zahnentfernung fand eine Alveolitis sicca in 1 Prozent der Fälle. Begünstigend wirkten ein Alter unter 50 Jahren, eine längere Eingriffsdauer und Zwischenfälle während der Entfernung — Letztere allerdings vermittelt über die chirurgische Komplexität. Rauchen war insbesondere in Verbindung mit aufwendigen Eingriffen mit der Komplikation verknüpft. Als praktisch nutzbares Warnzeichen benennen die Autor:innen Schmerzen, die länger als zwei Tage anhalten und mittel bis stark ausgeprägt sind (Medicina Oral, Patología Oral y Cirugía Bucal, 2024).
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Green VG et al. (2024). Evidence-based clinical practice guidelines for the management of acute dental pain
Diese Zusammenfassung der 2024 veröffentlichten Leitlinie zur medikamentösen Behandlung akuter Zahnschmerzen — erarbeitet unter anderem von der American Dental Association nach der GRADE-Methodik — betrifft ausdrücklich auch den Schmerz nach einer Zahnentfernung. Die Nutzen-Risiko-Abwägung fällt klar zugunsten der nicht-opioiden Wirkstoffe aus: Entzündungshemmer vom NSAR-Typ, allein oder zusammen mit Paracetamol, lindern den Schmerz voraussichtlich besser als Opioide und sind zugleich sicherer. Opioide bleiben den Fällen vorbehalten, in denen die Erstlinientherapie nicht ausreicht oder nicht angewendet werden darf (The American Journal of Emergency Medicine, 2025).
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So schonend wie möglich
Der Zahn wird aus dem Zahnhalteapparat gelöst, nicht herausgerissen — bei Bedarf geteilt, damit die Knochenwände stehen bleiben. Je unversehrter die Alveole, desto ruhiger heilt sie und desto weniger Knochen geht verloren.
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