Zahnextraktion Ablauf Wien: Schritt für Schritt
Von der Röntgenaufnahme über die Betäubung bis zur Wundheilung — was bei einer Zahnentfernung tatsächlich passiert
5–60 Minuten
•Örtliche Betäubung
•Fäden nach 7–10 Tagen
•Wunde zu in 3–14 Tagen
•Zahnextraktion Ablauf Wien
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4.9★
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25+
Jahre Erfahrung
Persönlich
Beratung in der Praxis
1010 Wien
Kärntner Straße 9
Auf einen Blick
Erst das Röntgenbild
Es zeigt Zahl und Form der Wurzeln und den Abstand zu Nerv und Kieferhöhle — und entscheidet, ob einfach oder operativ vorgegangen wird.
Lösen statt ziehen
Der Zahn wird aus dem Halteapparat gelöst, bei Bedarf geteilt — damit die Knochenwände unversehrt bleiben.
Das Gerinnsel schützen
Kein Strohhalm, kein kräftiges Spülen, kein Rauchen in den ersten Tagen — das Blutgerinnsel ist der Wundverband.
Der Ablauf auf einen Blick
Von Untersuchung und Röntgendiagnostik über Betäubung und Zahnentfernung bis zur Wundversorgung, Kontrolle und Heilung.

Schritt für Schritt
Zahnextraktion Ablauf: die Zahnentfernung Schritt für Schritt
Der Eingriff dauert je nach Befund 5 bis 60 Minuten. Wie lange genau, entscheidet sich vorher — am Röntgenbild.
1. Untersuchung und Röntgendiagnostik
Am Anfang steht die Frage, ob der Zahn wirklich entfernt werden muss — eine Wurzelbehandlung oder eine Wurzelspitzenresektion hat Vorrang, solange sie Aussicht auf Erfolg hat. Ist die Entfernung unvermeidbar, zeigt die Röntgenaufnahme Zahl, Form und Krümmung der Wurzeln, den Zustand des umgebenden Knochens und den Abstand zum Unterkiefernerv oder zur Kieferhöhle. Bei enger Lagebeziehung kommt eine dreidimensionale Aufnahme hinzu.
In diesem Termin besprechen wir auch, was nach dem Zahn kommt. Das ist keine Formalie: Ob wir die Alveole direkt beim Eingriff auffüllen, hängt davon ab, ob später ein Implantat geplant ist — und wie dick die äußere Knochenwand ist (Couso-Queiruga et al., 2023).
2. Betäubung
Der Eingriff erfolgt ambulant unter örtlicher Betäubung. Sie spüren danach Druck und Bewegung, aber keinen Schmerz — dafür sind unterschiedliche Nervenfasern zuständig. Wenn Sie sich stark fürchten, ist zusätzlich eine Sedierung möglich; das besprechen wir vorab, nicht am Behandlungstag.
3a. Die einfache Entfernung
Ist der Zahn vollständig durchgebrochen und gut zugänglich, kommt der Eingriff ohne Schnitt aus. Der Zahn wird mit Hebeln aus dem Zahnhalteapparat gelöst — dieser Schritt braucht Geduld, weil er darüber entscheidet, ob die Knochenwände stehen bleiben — und anschließend mit der Zange entnommen. Dauer: etwa 5 bis 15 Minuten.
3b. Die operative Entfernung
Ist der Zahn verlagert, nur teilweise durchgebrochen, frakturiert oder nur noch als Wurzelrest vorhanden, wird das Zahnfleisch eröffnet und ein kleiner Zugang geschaffen. Bei Bedarf wird der Zahn geteilt, um ihn in Teilen zu entnehmen, statt den Knochen mit Gewalt zu weiten. Der Eingriff dauert 20 bis 60 Minuten und endet mit einer Naht. Dass diese Variante häufiger zu einer Alveolitis sicca führt, ist bekannt (Bataineh & Alkadi, 2025) — genau deshalb wird so schonend wie möglich vorgegangen.
4. Wundversorgung und die ersten Tage
Zum Abschluss wird die Alveole gesäubert und das Blutgerinnsel gesichert — es ist der eigentliche Wundverband. Sie beißen etwa 20 Minuten auf eine sterile Kompresse. In den folgenden Tagen gilt: kein Strohhalm, kein kräftiges Ausspülen, kein Rauchen, kein Sport und keine Sauna. All das kann das Gerinnsel lösen. Eine Mundspülung mit Chlorhexidin vor dem Eingriff und, wenn empfohlen, in den ersten 24 Stunden danach senkt das Risiko einer Alveolitis sicca nachweislich (Daly et al., 2022). Gegen die Beschwerden sind Entzündungshemmer vom NSAR-Typ, bei Bedarf mit Paracetamol, die belegte erste Wahl (Green et al., 2024); auf Acetylsalicylsäure sollten Sie wegen der Blutungsneigung verzichten.
5. Kontrolle und Heilungsverlauf nach der Zahnextraktion
Nähte werden nach 7 bis 10 Tagen entfernt. Die Wunde schließt sich bei einer einfachen Entfernung in 3 bis 7 Tagen, nach einem operativen Eingriff in 7 bis 14 Tagen. Der Knochen braucht deutlich länger — 3 bis 6 Monate, bis die Alveole wieder aufgefüllt ist. Melden Sie sich, wenn der Schmerz nach dem zweiten oder dritten Tag stärker statt schwächer wird: Das ist das typische Zeichen einer Alveolitis sicca (Cardoso et al., 2024) und gut behandelbar. Was der Eingriff kostet, lesen Sie auf Zahnextraktion Kosten Wien. Den Unterschied zwischen einfacher und chirurgischer Zahnentfernung erklärt YERIT vertiefend.
Ein Termin zur Untersuchung mit Röntgenaufnahme, der Eingriff selbst und — nach einem operativen Vorgehen — die Fadenentfernung nach 7 bis 10 Tagen. Bei geplantem Ersatz kommt ein Planungstermin hinzu.

Millimeter Kieferkamm
So viel Breite verliert der Kieferknochen an einem großen Backenzahn, wenn die Alveole nach der Entfernung sich selbst überlassen bleibt (Couso-Queiruga et al., 2021). Genau deshalb sprechen wir über den Erhalt der Alveole, bevor der Zahn gezogen wird — nicht erst, wenn ein Implantat geplant ist.
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Die Zahlungsbedingungen klären wir mit Ihnen vor der Behandlung.
Eine erste Orientierung bieten die marktüblichen Richtwerte auf unserer Preisseite (/preise). Eine verbindliche Zahl können wir aus rechtlichen Gründen erst nach der Untersuchung nennen — welche Leistungen für Sie vorgesehen sind und was sie kosten, besprechen wir in Ihrem persönlichen Kostenplan.
Advanced dental Aesthetics & Implantology
Doz.Dr.Dr. Kaan Yerit
„Ästhetik ist kein Zufall, sondern das Ergebnis präziser Planung und tiefer Leidenschaft.“
Der wichtigste Teil des Eingriffs ist das Lösen, nicht das Ziehen. Wer den Zahn geduldig aus dem Halteapparat löst, lässt die Knochenwände stehen — und genau die braucht man später.
Profil ansehen →wissenschaftliche Referenzen
Institut für Implantologie und Digitale Zahnmedizin Wien
Medizinische Universität Wien
Österreichische Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (ÖGMKG)
Österreichische Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (ÖGZMK)
Cochrane Oral Health
Praxis Yerit – Zahnarzt Wien
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Nehmen Sie sich für den Tag des Eingriffs und den Folgetag nichts vor. Kühlen von außen begrenzt die Schwellung, die am zweiten Tag ihren Höhepunkt erreicht. Essen Sie weich und lauwarm und kauen Sie auf der Gegenseite. Sport, Sauna, Alkohol und Rauchen sollten einige Tage pausieren — sie erhöhen das Risiko einer Nachblutung und einer Alveolitis sicca.
Für wen diese Informationen gedacht sind
Wichtige Grenzen
Unsere Haltung
WISSENSCHAFTLICHE STUDIEN
Couso-Queiruga E et al. (2023). Effect of periodontal phenotype characteristics on post-extraction dimensional changes of the alveolar ridge: A prospective case series
Diese prospektive Fallserie begleitete 42 Patient:innen nach der Entfernung eines Oberkieferzahns über 14 Wochen und untersuchte, welche anatomischen Ausgangsbedingungen den Knochenabbau bestimmen. Entscheidend war die Dicke der äußeren Knochenlamelle: War sie höchstens 1 mm dünn, fiel der horizontale Verlust mit 4,57 mm mehr als doppelt so hoch aus wie bei dickerer Lamelle mit 2,17 mm. Auch der Volumenverlust war deutlich ausgeprägter. Die Dicke der Knochenwand lässt sich vor dem Eingriff beurteilen — und begründet, warum wir gerade in diesen Fällen über den Erhalt der Alveole sprechen (Journal of Clinical Periodontology, 2023).
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Bataineh AB, Alkadi ST (2025). Incidence and risk factors affecting fibrinolytic alveolitis after permanent tooth extractions
Diese über sechs Monate erhobene Untersuchung an 480 Entfernungen bleibender Zähne bei 316 Patient:innen fand eine fibrinolytische Alveolitis in 4,58 Prozent aller Eingriffe, bezogen auf die Betroffenen in 6,96 Prozent. Als wesentliche Einflussgrößen benennen die Autoren die angewandte Technik und die Lage des entfernten Zahns — insbesondere die traumatische, aufwendigere Entfernung erhöht das Risiko. Die Zahl liegt damit über der Häufigkeit bei rein routinemäßigen Entfernungen und ordnet sich in die aus der Literatur bekannte Spanne ein (Clinical Oral Investigations, 2025).
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Green VG et al. (2024). Evidence-based clinical practice guidelines for the management of acute dental pain
Diese Zusammenfassung der 2024 veröffentlichten Leitlinie zur medikamentösen Behandlung akuter Zahnschmerzen — erarbeitet unter anderem von der American Dental Association nach der GRADE-Methodik — betrifft ausdrücklich auch den Schmerz nach einer Zahnentfernung. Die Nutzen-Risiko-Abwägung fällt klar zugunsten der nicht-opioiden Wirkstoffe aus: Entzündungshemmer vom NSAR-Typ, allein oder zusammen mit Paracetamol, lindern den Schmerz voraussichtlich besser als Opioide und sind zugleich sicherer. Opioide bleiben den Fällen vorbehalten, in denen die Erstlinientherapie nicht ausreicht oder nicht angewendet werden darf (The American Journal of Emergency Medicine, 2025).
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Cardoso RB et al. (2024). Prevalence and factors associated with dry socket following routine dental extractions
Diese prospektive, multizentrische Beobachtungsstudie an 1.357 Patient:innen nach routinemäßiger Zahnentfernung fand eine Alveolitis sicca in 1 Prozent der Fälle. Begünstigend wirkten ein Alter unter 50 Jahren, eine längere Eingriffsdauer und Zwischenfälle während der Entfernung — Letztere allerdings vermittelt über die chirurgische Komplexität. Rauchen war insbesondere in Verbindung mit aufwendigen Eingriffen mit der Komplikation verknüpft. Als praktisch nutzbares Warnzeichen benennen die Autor:innen Schmerzen, die länger als zwei Tage anhalten und mittel bis stark ausgeprägt sind (Medicina Oral, Patología Oral y Cirugía Bucal, 2024).
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Daly BJM et al. (2022). Local interventions for the management of alveolar osteitis (dry socket)
Diese aktualisierte Cochrane-Übersichtsarbeit wertet 49 randomisierte Studien mit 6.771 Teilnehmenden zur Vorbeugung und Behandlung der Alveolitis sicca („Dry Socket“) aus. Die Autor:innen beziffern die Häufigkeit mit 1 bis 5 Prozent bei routinemäßigen Zahnentfernungen — bei operativ entfernten Weisheitszähnen dagegen mit bis zu 30 Prozent. Spülungen mit Chlorhexidin vor und 24 Stunden nach dem Eingriff senkten das Risiko deutlich (Odds Ratio 0,38), ebenso Chlorhexidin-Gel in die Alveole (Odds Ratio 0,44) — beides mit moderater Verlässlichkeit der Evidenz (Cochrane Database of Systematic Reviews, 2022).
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Couso-Queiruga E et al. (2021). Post-extraction dimensional changes: A systematic review and meta-analysis
Diese systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse aus 28 Arbeiten quantifiziert, wie stark der Kieferkamm nach einer Zahnentfernung ohne zusätzliche Maßnahmen schrumpft. Bei Nicht-Molaren betrug der horizontale Verlust klinisch gemessen 2,73 mm, die vertikale Absenkung an der Außenseite 1,71 mm. An Molaren fiel der horizontale Verlust mit 3,61 mm noch deutlicher aus. Der Umfang des Knochenabbaus hängt also maßgeblich vom Zahntyp ab — eine wichtige Grundlage für die Entscheidung, ob die Alveole nach der Entfernung aufgefüllt werden sollte (Journal of Clinical Periodontology, 2021).
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So schonend wie möglich
Der Zahn wird aus dem Zahnhalteapparat gelöst, nicht herausgerissen — bei Bedarf geteilt, damit die Knochenwände stehen bleiben. Je unversehrter die Alveole, desto ruhiger heilt sie und desto weniger Knochen geht verloren.
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