Wurzelspitzenresektion: Den Ablauf in Ruhe verstehen
Was passiert vor, während und nach dem Eingriff? Die einzelnen Schritte helfen Ihnen, sich vorzubereiten und offene Fragen bei Ihrem Termin in Wien zu klären.
Zahnerhalt prüfen
•Ablauf verstehen
•Alternativen kennen
•Fragen persönlich klären
•Von der Vorbereitung bis zur Nachkontrolle: die wichtigen Schritte kennen.
Wurzelspitzenresektion Ablauf Wien
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4.9★
Doctify Rating
25+
Jahre Erfahrung
Persönlich
Beratung in der Praxis
1010 Wien
Kärntner Straße 9
Auf einen Blick
Vorbereitung
Untersuchung und Befund zeigen, ob der Eingriff zu Ihrem Zahn passt.
Behandlung
Die Wurzelspitze wird von außen erreicht; anschließend wird die Wunde verschlossen.
Nachsorge
Schonung, Wundpflege und Kontrollen begleiten die Heilung.
Der Ablauf auf einen Blick
Von der Untersuchung und Entscheidung für den Zugang über die Behandlung der Wurzelspitze bis zur Wundheilung, Kontrolle und weiteren Versorgung.

Wurzelspitzenresektion Ablauf: Befund und Planung vor dem Eingriff
Wie lange dauert eine Wurzelspitzenresektion? Der Ablauf beginnt mit der Frage, ob die Operation sinnvoll ist. Ihr Zahnarzt untersucht den betroffenen Zahn, beurteilt die vorhandene Füllung oder Krone und die bisherigen Röntgenbilder. Bei unklaren Befunden kann zusätzliche Bildgebung nötig sein.
Ein direkter Vergleich beider Wege an 529 Zähnen fand bislang keinen eindeutigen Sieger (Bucchi et al., 2022).
Besprechen Sie frühere Behandlungen, Beschwerden und Ihre Medikamente. Fragen Sie auch nach Alternativen, insbesondere einer erneuten Behandlung des Wurzelkanals. Eine Liste Ihrer offenen Fragen hilft beim Gespräch. Die grundsätzliche Einordnung finden Sie unter Wurzelspitzenresektion in Wien. Der Ratgeber Wurzelspitzenresektion Ablauf ordnet die einzelnen Schritte bei YERIT ausführlicher ein.
Betäubung und Zugang zur Wurzelspitze
Die Wurzelspitzenresektion erfolgt gewöhnlich unter örtlicher Betäubung. Dabei soll der behandelte Bereich weitgehend schmerzfrei sein. Falls Sie während der Behandlung Schmerzen spüren, sagen Sie sofort Bescheid.
Über einen Schnitt im Zahnfleisch wird der Bereich der Zahnwurzel zugänglich gemacht. Anschließend wird der Knochen über der Wurzelspitze vorsichtig geöffnet. Wie der Zugang aussieht, hängt unter anderem von der Lage des Zahns ab.
[Quelle]Wurzelspitze entfernen und den Kanal abdichten
Entzündetes Gewebe und ein kleiner Teil der Wurzelspitze werden entfernt. Häufig handelt es sich um etwa zwei bis drei Millimeter. Das ist eine Orientierung zum Verfahren, kein festes Maß für jeden Zahn.
Danach kann der Wurzelkanal von der Spitze her vorbereitet und mit einem geeigneten Material verschlossen werden. Dieser Verschluss heißt retrograd: Der Zugang erfolgt von der Wurzelspitze aus. Eine Übersichtsarbeit findet keine gesicherte Überlegenheit der untersuchten neueren Biokeramiken gegenüber MTA.
[Quelle]Eine randomisierte Studie an 221 nachuntersuchten Zähnen bestätigt für beide Materialgruppen vergleichbare Erfolgsraten von rund 93 bis 95 Prozent (Dong et al., 2024).
Bei bestimmten Knochendefekten kann zusätzlich ein regeneratives Verfahren erwogen werden. Die Studienlage liefert dafür Hinweise auf einen Nutzen, aber keine allgemeine Pflicht zum Knochenaufbau. Ob ein solcher Zusatz nötig ist, wird gesondert entschieden.
[Quelle]Wundverschluss und Heilung
Nach Reinigung und Blutstillung wird das Zahnfleisch vernäht. Zahnfleisch und Knochen heilen unterschiedlich schnell. Die KZBV nennt sieben bis zehn Tage bis zur möglichen Fadenentfernung und eine Röntgenkontrolle nach drei bis sechs Monaten als allgemeine Orientierung. Ihre Termine können davon abweichen.
[Quelle]Eine geschlossene Wunde bedeutet noch nicht, dass die Entzündung im Knochen vollständig abgeheilt ist. Deshalb bleiben Kontrollen wichtig, auch wenn der Zahn nicht mehr schmerzt. Eine weitere Behandlung kann nötig werden, wenn Beschwerden oder ein auffälliger Befund bestehen bleiben. Wie gut die Heilung ausfällt, hängt auch von der Größe der ursprünglichen Entzündung ab: Kleinere Befunde bis 5 mm heilen in Studien deutlich häufiger aus als größere (Sabeti et al., 2023).
Nachsorge: Essen, Mundhygiene und Erholung
Warten Sie mit dem Essen, bis die Betäubung nachgelassen hat. Für die erste Zeit eignen sich weiche, nicht heiße Speisen. Kühlen von außen kann Beschwerden lindern. Reinigen Sie die Zähne weiter sorgfältig und schonen Sie dabei die operierte Stelle.
Rauchen kann die Wundheilung stören. Vermeiden Sie körperliche Anstrengung in der ersten Zeit und klären Sie, wann Sport, schwere Arbeit und Reisen wieder passen. Wie lange Sie ausfallen, hängt von Ihrem Eingriff und Ihrer Tätigkeit ab; eine feste Zahl von Krankenstandstagen wäre unzuverlässig.
[Quelle]Nehmen Sie Schmerzmittel nur nach der persönlichen Empfehlung Ihrer behandelnden Ordination. Ein allgemeiner Artikel kann nicht entscheiden, welches Mittel zu Ihren Medikamenten und Vorerkrankungen passt.
Wann sollten Sie sich melden?
Schwellung und Beschwerden können nach einer Operation auftreten. Werden sie stärker statt geringer, pocht der Zahn zunehmend, tritt Eiter auf oder bekommen Sie Fieber, lassen Sie die Wunde zeitnah kontrollieren. Auch eine anhaltende Blutung braucht zahnärztliche Abklärung.
[Quelle] [Quelle]Zu den möglichen Risiken zählen außerdem Wundheilungsstörungen und die Verletzung benachbarter Strukturen. Je nach Zahn kann die Nähe zur Kieferhöhle oder zu einem Nerv wichtig sein. Welche Risiken bei Ihnen bestehen, wird vor dem Eingriff besprochen.
Zeit und Kosten vorher besprechen
Die benötigte Zeit hängt etwa von der Zahnposition, den Wurzeln und dem vorgesehenen Zugang ab. Fragen Sie nach der voraussichtlichen Dauer Ihres Termins und der anschließenden Erholungszeit. Allgemeine Zeitangaben ersetzen diese Planung nicht.
Die Kosten einer Wurzelspitzenresektion werden zusammen mit möglichen Zusatzleistungen geklärt. Unverbindliche durchschnittliche Marktpreise stehen auf der Preisseite; eine feste Zusage ist vor der Untersuchung aus rechtlichen Gründen nicht möglich (§ 35 Abs. 5 ZÄG). Ihren persönlichen Kostenplan erhalten Sie nach der Untersuchung.
Untersuchung, möglicher Eingriff und Nachkontrollen werden anhand Ihres Befunds geplant.

Millimeter Wurzelspitze
So viel wird bei der Resektion abgetrennt — genau der Bereich, in dem sich die Wurzel in feinste Seitenkanäle verzweigt, die eine Wurzelbehandlung von innen nicht sicher erreicht.
IHRE OPTIONEN
BEHANDLUNGSOPTIONEN IM VERGLEICH
Die Zahlungsbedingungen klären wir mit Ihnen vor der Behandlung.
Eine erste Orientierung bieten die marktüblichen Richtwerte auf unserer Preisseite (/preise). Eine verbindliche Zahl können wir aus rechtlichen Gründen erst nach der Untersuchung nennen — welche Leistungen für Sie vorgesehen sind und was sie kosten, besprechen wir in Ihrem persönlichen Kostenplan.
Advanced dental Aesthetics & Implantology
Doz.Dr.Dr. Kaan Yerit
„Ästhetik ist kein Zufall, sondern das Ergebnis präziser Planung und tiefer Leidenschaft.“
Der wichtigste Schritt passiert vor dem Eingriff: Die dreidimensionale Aufnahme entscheidet, ob wir überhaupt operieren — oder ob die Revision der bessere Weg ist.
Profil ansehen →wissenschaftliche Referenzen
Institut für Implantologie und Digitale Zahnmedizin Wien
Medizinische Universität Wien
Österreichische Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (ÖGMKG)
European Society of Endodontology (ESE)
Österreichische Gesellschaft für Endodontologie (ÖGEndo)
Praxis Yerit – Zahnarzt Wien
Häufig gestellte Fragen
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Aufwand einordnen
Wie viele Termine nötig sind, hängt vom Befund und vom Heilungsverlauf ab.
Im Alltag
Melden Sie sich bei zunehmenden Beschwerden, Fieber oder einer Blutung, die nicht aufhört, bei Ihrer behandelnden Ordination. Die persönliche Nachsorgeanleitung geht allgemeinen Hinweisen vor.
Für wen diese Informationen gedacht sind
Wichtige Grenzen
Unsere Haltung
WISSENSCHAFTLICHE STUDIEN
Ko MJ et al. (2025). Success rates comparison of endodontic microsurgery and single implants with comprehensive and explicit criteria: a systematic review and meta-analysis
Diese systematische Übersichtsarbeit vergleicht erstmals die Erfolgsraten von endodontischer Mikrochirurgie (22 Studien) und Einzelimplantaten (6 Studien) anhand ausdrücklich definierter Kriterien. Die gepoolte Erfolgsrate der mikrochirurgischen Wurzelspitzenresektion lag bei 89 % — aufgeschlüsselt nach Nachbeobachtungszeit bei 90 % unter 5 Jahren und 80 % ab 5 Jahren. Einzelimplantate kamen auf 78 %. Bei vergleichbarer Nachbeobachtungsdauer sind beide Verfahren also ähnlich erfolgreich. Die Autor:innen folgern daraus: Wo beide Wege in Frage kommen, ist es sinnvoll, zuerst den Zahnerhalt zu versuchen (Restorative Dentistry & Endodontics, 2025).
39979225
Sabeti M et al. (2023). The effect of hard tissue defects on the clinical outcome of endodontic microsurgery: a systematic review and meta-analysis
Eine Metaanalyse aus 19 Studien beziffert die gepoolte Erfolgsrate der endodontischen Mikrochirurgie mit 84,5 %. Entscheidender Prognosefaktor ist die Größe des Entzündungsherds: Läsionen bis 5 mm heilten in 78,4 % der Fälle aus, größere Läsionen nur in 63,3 % (RR 1,12; p ≤ 0,05). Rein endodontische Läsionen schnitten tendenziell besser ab als kombinierte endodontisch-parodontale Befunde (81,4 % gegenüber 68,2 %), dieser Unterschied war statistisch jedoch nicht signifikant (Clinical Oral Investigations, 2023).
37932638
Bucchi C et al. (2022). Non-surgical root canal treatment and retreatment versus apical surgery in treating apical periodontitis: A systematic review
Fünf direkte Vergleichsstudien mit 529 Zähnen und sechs Monaten bis 8,7 Jahren Nachbeobachtung wurden ausgewertet. Je nach Endpunkt ergaben sich unterschiedliche Tendenzen; keine der beiden Optionen war eindeutig überlegen. Vier Studien hatten ein hohes Verzerrungsrisiko, eine weitere gab Anlass zu Bedenken. Unterschiede zwischen den Studien verhinderten eine Metaanalyse. Das Ergebnis beweist keine Gleichwertigkeit für jeden Befund (International Endodontic Journal, Onlineveröffentlichung 2022, Ausgabe 2023).
35762859
Ibáñez-Aravena PC et al. (2025). New Bioceramics vs. Mineral Trioxide Aggregate (MTA) in the Success of Endodontic Microsurgery: A Systematic Review and Meta-Analysis
Fünf Studien (drei randomisierte kontrollierte Studien, zwei retrospektive Kohorten) vergleichen neuere Biokeramiken mit dem etablierten Mineral Trioxide Aggregate (MTA) als Material für den retrograden Verschluss der Wurzelspitze. Die Metaanalyse findet keinen signifikanten Unterschied im Behandlungserfolg (RR 1,00; 95%-Konfidenzintervall 0,94–1,07). Die Evidenzqualität wurde als moderat eingestuft. Neuere Biokeramiken sind MTA demnach nicht nachweislich überlegen, können aber wegen der einfacheren Verarbeitung bevorzugt werden (Australian Endodontic Journal, 2025).
40637350
Flynn R et al. (2024). The impact of bone grafting with/without barrier membrane placement on the outcome of apical surgery: A systematic review and meta-analysis
Acht randomisierte klinische Studien wurden zu der Frage ausgewertet, ob ein zusätzlicher Knochenaufbau — mit oder ohne Barrieremembran — den Heilungserfolg nach einer Wurzelspitzenresektion verbessert. Die Metaanalyse zeigt einen signifikanten Vorteil regenerativer Verfahren gegenüber der konventionellen Chirurgie (Odds Ratio 2,18; 95%-Konfidenzintervall 1,32–4,31; p = 0,004). In den Untergruppenanalysen ließ sich weder für einzelne Knochenersatzmaterialien noch für den Membrantyp oder deren Kombination ein eigenständiger Effekt nachweisen (International Endodontic Journal, 2024).
38491954
Dong X et al. (2024). The outcome of combined use of iRoot BP Plus and iRoot SP for root-end filling in endodontic microsurgery: a randomized controlled trial
In dieser randomisierten kontrollierten Studie wurden 240 Zähne mit therapieresistenten Entzündungen an der Wurzelspitze mikrochirurgisch behandelt; 221 davon erreichten die Nachkontrolle nach zwölf Monaten. Die Erfolgsraten der beiden Materialgruppen lagen bei 94,5 % und 92,8 % und unterschieden sich nicht signifikant. Als bedeutsame Einflussfaktoren auf den Einjahres-Erfolg erwiesen sich der Zahntyp, eine durchgehende Knochenläsion, der parodontale Zustand des Zahns und die Läsionsklassifikation nach Kim (Clinical Oral Investigations, 2024).
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Unter dem Operationsmikroskop
Die Wurzelspitze wird unter Lupenvergrößerung freigelegt, abgetrennt und von hinten dicht verschlossen. Je kleiner der Zugang zum Knochen bleibt, desto ruhiger verläuft die Heilung.
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