Digitale Zahnmedizin
Am natürlichen Gebiss: ja. Eine Metaanalyse aus 22 Studien am Patienten fand zwischen digitaler und Alginat-Abformung eine dreidimensionale Abweichung von 0,09 Millimetern — beide Verfahren blieben unter 0,1 Millimetern Präzision (Kong et al., 2022).
Es gibt aber Grenzen, und die verschweigen wir nicht. Am zahnlosen Kiefer wird es schwieriger: Funktionsrand, innere Abdichtung und weicher Gaumen lassen sich schlecht erfassen (Srivastava et al., 2023). Und beim vollständigen Kieferbogen auf Implantaten arbeitet die Stereophotogrammetrie genauer (Pozzi et al., 2025).
Deshalb entscheiden wir nach Fall — nicht grundsätzlich für das eine oder das andere Verfahren.