Was ist ein Intraoralscanner?
Wie aus Licht ein Modell wird — und woran man erkennt, ob ein Scan wirklich gut ist
Licht statt Strahlung
•Trueness und Precision erklärt
•Grenzen offen benannt
•Ohne Vorwissen verständlich
•Tausende Einzelaufnahmen pro Sekunde, zusammengesetzt wie ein Panoramafoto
Was ist ein Intraoralscanner
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4.9★
Doctify Rating
25+
Jahre Erfahrung
Persönlich
Beratung in der Praxis
1010 Wien
Kärntner Straße 9
Auf einen Blick
Licht, keine Strahlung
Der Scanner projiziert ein Muster und filmt, wie es sich auf der Oberfläche verformt. Daraus errechnet die Software das räumliche Modell.
Zwei Kennzahlen, nicht eine
Trueness ist die Treffsicherheit, Precision die Wiederholbarkeit. Ein Gerät kann sehr wiederholbar immer denselben Fehler machen.
Er sieht nur die Oberfläche
Was unter dem Zahnfleischrand liegt, was sich bewegt oder von Speichel bedeckt ist, erfasst er nicht zuverlässig.
Grundlagen
Was ist ein Intraoralscanner: wie aus Licht ein Modell wird
Ein Intraoralscanner ist im Kern eine sehr schnelle Kamera mit einer sehr guten Rechenvorschrift. Beides zusammen ersetzt heute den Abdrucklöffel.
Das Handstück projiziert ein feines Lichtmuster auf Zahn und Zahnfleisch und filmt gleichzeitig, wie sich dieses Muster auf der Oberfläche verformt. Aus der Verformung errechnet die Software die räumliche Lage jedes Punktes — viele Male pro Sekunde. Die tausenden Einzelaufnahmen werden fortlaufend zusammengesetzt, ähnlich wie beim Panoramafoto am Telefon. Auf dem Monitor sehen Sie zu, wie sich der Kiefer Zug um Zug aufbaut.
Trueness und Precision — warum beides zählt
Herstellerangaben verkürzen gern auf „Genauigkeit“. Gemeint sind aber zwei verschiedene Dinge. Trueness beschreibt, wie nah das Ergebnis an der Wirklichkeit liegt. Precision beschreibt, wie ähnlich zwei Scans derselben Situation ausfallen. Ein Gerät kann sehr wiederholbar immer denselben Fehler machen — hohe Precision, schlechte Trueness. Eine Zusammenfassung von zehn systematischen Übersichtsarbeiten führt deshalb beide Kennzahlen getrennt (Singh et al., 2025).
Was der Vergleich mit dem Abdruck zeigt
Am natürlichen Gebiss ist die Frage entschieden. Eine Metaanalyse aus 22 Studien direkt am Patienten fand zwischen digitaler und Alginat-Abformung eine dreidimensionale Abweichung von 0,09 Millimetern; beide Verfahren blieben unter 0,1 Millimetern Präzision (Kong et al., 2022). Im Teilkiefer arbeitet der Intraoralscanner sogar genauer als ein extraoraler Modellscanner (Shah et al., 2023). Und jenseits der Genauigkeit: Digitale Verfahren brauchen weniger Zeit und werden von Patient:innen wie Behandelnden besser bewertet (Gómez-Polo et al., 2023).
Wo die Technik an ihre Grenze kommt
Der Scanner erfasst nur, was er sieht — das ist die eine Einschränkung, aus der alle anderen folgen. Bewegliche Schleimhaut, tief unter dem Zahnfleischrand liegende Präparationsgrenzen, Speichel und Blut sind Problemzonen. Am zahnlosen Kiefer zeigt sich das am deutlichsten: Bei erkennbaren Hartgewebestrukturen bleibt der Scan gleichwertig, am Funktionsrand und weichen Gaumen treten deutliche Abweichungen auf (Srivastava et al., 2023). Und je länger die Strecke, desto mehr Einzelaufnahmen müssen zusammengesetzt werden — beim vollständigen Kieferbogen auf Implantaten war die Stereophotogrammetrie in 10 von 13 Studien genauer (Pozzi et al., 2025). Was das für Ihre Behandlung bedeutet, steht auf Intraoralscanner Wien. Wie ein Intraoralscanner in der Praxis eingesetzt wird, erklärt der Ratgeber zum Intraoralscanner bei YERIT ausführlicher.

Millimeter Abweichung
So weit liegen digitale und konventionelle Ganzkiefer-Abformung im direkten Vergleich auseinander — gemessen an 22 In-vivo-Studien.
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Eine erste Orientierung bieten die marktüblichen Richtwerte auf unserer Preisseite (/preise). Eine verbindliche Zahl können wir aus rechtlichen Gründen erst nach der Untersuchung nennen — welche Leistungen für Sie vorgesehen sind und was sie kosten, besprechen wir in Ihrem persönlichen Kostenplan.
Advanced dental Aesthetics & Implantology
Doz.Dr.Dr. Kaan Yerit
„Ästhetik ist kein Zufall, sondern das Ergebnis präziser Planung und tiefer Leidenschaft.“
Man muss die Technik nicht verstehen, um davon zu profitieren. Aber wer sie versteht, kann besser einschätzen, wann sie das richtige Werkzeug ist.
Profil ansehen →wissenschaftliche Referenzen
Institut für Implantologie und Digitale Zahnmedizin Wien
Medizinische Universität Wien
Österreichische Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (ÖGZMK)
Digital Dentistry Society (DDS)
International Organization for Standardization (ISO 5725, Trueness und Precision)
Praxis Yerit – Zahnarzt Wien
Häufig gestellte Fragen
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Grundlagenwissen, das unabhängig vom Gerätemodell gilt.
Aufwand einordnen
Etwa fünf Minuten Lesezeit.
Im Alltag
Für wen diese Informationen gedacht sind
Diese Seite richtet sich an alle, die vor einer Behandlung mit digitaler Abformung wissen möchten, was dabei technisch passiert — und an alle, die Herstellerangaben zur Genauigkeit einordnen wollen. Vorwissen ist nicht nötig.
Wichtige Grenzen
Diese Seite erklärt ein Verfahren, sie ersetzt keine Untersuchung. Ob ein Scan in Ihrem Fall das richtige Vorgehen ist, lässt sich erst am Befund beurteilen — bei zahnlosem Kiefer, stark blutendem Zahnfleisch oder tief liegenden Präparationsgrenzen kann die konventionelle Abformung die bessere Wahl sein.
Unsere Haltung
Wir halten es für sinnvoll, dass Patient:innen die Kennzahlen kennen, mit denen über ihre Behandlung entschieden wird. Die Unterscheidung von Trueness und Precision ist dabei die wichtigste: Wer nur eine der beiden nennt, kann ein Gerät besser aussehen lassen, als es ist (Singh et al., 2025).
Ebenso wichtig ist die Grenze des Verfahrens. Der Satz „der Scanner erfasst nur, was er sieht“ klingt banal, erklärt aber jede dokumentierte Schwäche — vom Funktionsrand am zahnlosen Kiefer (Srivastava et al., 2023) bis zur Winkelabweichung beim Ganzkiefer auf Implantaten (Pozzi et al., 2025). Wir nennen diese Grenzen, weil daraus folgt, wann wir ein anderes Verfahren wählen.
WISSENSCHAFTLICHE STUDIEN
Wir halten es für sinnvoll, dass Patient:innen die Kennzahlen kennen, mit denen über ihre Behandlung entschieden wird. Die Unterscheidung von Trueness und Precision ist dabei die wichtigste: Wer nur eine der beiden nennt, kann ein Gerät besser aussehen lassen, als es ist (Singh et al., 2025).
Ebenso wichtig ist die Grenze des Verfahrens. Der Satz „der Scanner erfasst nur, was er sieht“ klingt banal, erklärt aber jede dokumentierte Schwäche — vom Funktionsrand am zahnlosen Kiefer (Srivastava et al., 2023) bis zur Winkelabweichung beim Ganzkiefer auf Implantaten (Pozzi et al., 2025). Wir nennen diese Grenzen, weil daraus folgt, wann wir ein anderes Verfahren wählen.
Kong L et al. (2022). Digital versus conventional full-arch impressions in linear and 3D accuracy: a systematic review and meta-analysis of in vivo studies
Eine Metaanalyse aus 22 In-vivo-Studien verglich digitale und konventionelle Ganzkiefer-Abformung direkt am Patienten. Bei Zahnbreiten und Kieferabständen zeigte sich kein signifikanter Unterschied; die dreidimensionale Abweichung zwischen digitaler und Alginat-Abformung betrug 0,09 Millimeter. Beide Verfahren erreichten eine Präzision unter 0,1 Millimetern (Clinical Oral Investigations, 2022).
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Shah N et al. (2023). Validation of digital impressions accuracy obtained using intraoral and extraoral scanners: a systematic review
Eine systematische Übersichtsarbeit aus zehn Studien fand: Beide Scannerarten liegen im klinisch akzeptablen Bereich. Bei der Erfassung eines Teilkiefers arbeitet der Intraoralscanner genauer als ein extraoraler Modellscanner. Für den vollständigen Kieferbogen fehlen belastbare Vergleichsdaten am Patienten (Journal of Clinical Medicine, 2023).
37762774
Gómez-Polo M et al. (2023). Accuracy, scanning time, and patient satisfaction of stereophotogrammetry systems for acquiring 3D dental implant positions
Eine systematische Übersichtsarbeit aus 14 Arbeiten wertete neben der Genauigkeit auch Aufnahmezeit und Zufriedenheit aus. Digitale Verfahren benötigten weniger Zeit als konventionelle Abformungen, und sowohl Patient:innen als auch Behandelnde bewerteten sie besser (Journal of Prosthodontics, 2023).
37591510
Singh R et al. (2025). Accuracy and clinical performance of intraoral scanners compared to conventional and extraoral impressions: an umbrella review
Eine Übersicht über zehn systematische Übersichtsarbeiten aus den Jahren 2020 bis 2024 mit über 30 Gerätemodellen fand: Intraoralscanner verkürzen die Behandlungszeit und erhöhen den Patientenkomfort gegenüber konventionellen Abformungen. Am zahnlosen und teilbezahnten Kiefer bleibt die Genauigkeit die begrenzende Größe (Cureus, 2025).
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Srivastava G et al. (2023). Accuracy of intraoral scanner for recording completely edentulous arches: a systematic review
Eine systematische Übersichtsarbeit aus zwölf Studien untersuchte die Erfassung zahnloser Kiefer. Bei klar erkennbaren Hartgewebestrukturen erreichte der Scanner eine mit der konventionellen Abformung vergleichbare Genauigkeit. Am Funktionsrand, an der inneren Abdichtung und am weichen Gaumen traten dagegen deutliche Abweichungen auf (Dentistry Journal, 2023).
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Pozzi A et al. (2025). Photogrammetry versus intraoral scanning in complete-arch digital implant impression
Eine Metaanalyse aus 13 Studien verglich Intraoralscanner und Stereophotogrammetrie bei der Ganzkiefer-Abformung auf Implantaten. In 10 von 13 Studien war die Photogrammetrie genauer; der Intraoralscanner überschritt die für einen spannungsfreien Sitz geforderte Winkelabweichung von einem Grad. Die Autoren empfehlen weiterhin eine Einprobe (Clinical Implant Dentistry and Related Research, 2025).
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Ein Scan ist der Anfang, nicht das Ergebnis.
Aus den Scandaten entstehen Kronen, Inlays, Aligner, Retainer und Aufbissschienen — im Haus gefräst oder im Labor gefertigt. Der Scan ist der gemeinsame Ausgangspunkt.
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