Schritt für Schritt
Zahnregulierung mit Invisalign: der Ablauf in 6 Schritten
Von der ersten Beratung bis zum fertigen Ergebnis durchläuft jede Invisalign-Behandlung einen klar strukturierten Ablauf — individuell geplant und engmaschig begleitet. Der Ratgeber Invisalign Ablauf erklärt die Schritte bei YERIT ausführlicher.
1. Erstberatung & 3D-Scan
Am Anfang steht ein digitaler 3D-Scan Ihrer Zähne — ohne unangenehmen Abdruck. Gemeinsam mit Doz. Dr. Dr. Yerit besprechen Sie Ihre Ausgangssituation und Behandlungsziele.
2. ClinCheck-Simulation
Aus dem 3D-Scan entsteht eine individuelle ClinCheck-Simulation, die zeigt, wie sich Ihre Zähne Schritt für Schritt in die geplante Position bewegen — noch bevor die erste Schiene gefertigt wird. Eine Scoping-Review über 33 Studien zeigt allerdings, dass diese Simulation die tatsächliche Vorhersagbarkeit tendenziell überschätzt — vor allem bei Drehungen einzelner Zähne weicht das Endergebnis öfter vom Plan ab (Muro et al., 2023). Genau deshalb sind die Kontrolltermine wichtig: Nur dort lässt sich der tatsächliche Fortschritt mit der Simulation abgleichen.
3. Herstellung der Schienenserie
Auf Basis der freigegebenen Simulation wird Ihre persönliche Serie durchsichtiger Aligner-Schienen gefertigt — jede Schiene für eine bestimmte Phase der Zahnbewegung.
4. Tragephase mit Schienenwechsel
Die Schienen werden bei konsequentem Tragen von rund 20 bis 22 Stunden täglich alle ein bis zwei Wochen gegen die nächste in der Serie gewechselt.
5. Kontrolltermine
Regelmäßige Kontrolltermine, üblicherweise alle 6 bis 8 Wochen, begleiten den Fortschritt und stellen sicher, dass die Zahnbewegung wie geplant verläuft.
6. Retentionsphase
Nach Abschluss der aktiven Behandlung sichert ein Retainer das erreichte Ergebnis dauerhaft — ein wichtiger letzter Schritt, um einem Rückverschieben der Zähne vorzubeugen.
Nachsorge: die ersten Tage mit einer neuen Schiene
Nach jedem Schienenwechsel spannt es — das ist der Moment, in dem die Zähne tatsächlich bewegt werden. Was dabei normal ist und was nicht, steht hier.
Die ersten 24 Stunden
Ein Druck- und Spannungsgefühl an den Zähnen ist in den ersten ein bis zwei Tagen nach jedem Wechsel zu erwarten und lässt danach meist deutlich nach. Wechseln Sie die Schiene deshalb am besten abends — dann fällt der intensivste Teil in den Schlaf. Dass die neue Schiene stramm sitzt, ist gewollt. Das Sprechen fühlt sich anfangs ungewohnt an und gibt sich in der Regel innerhalb weniger Tage.
Die erste Woche
20 bis 22 Stunden täglich sind die Rechengrundlage des gesamten Behandlungsplans — herausgenommen wird nur zum Essen und zum Zähneputzen. Mit eingesetzter Schiene wird ausschließlich Wasser getrunken; alles andere färbt die Schiene oder greift sie an. Vor dem Wiedereinsetzen die Zähne putzen, damit nichts darunter eingeschlossen wird. Die Attachments auf den Zähnen bleiben bis zum Ende der Behandlung — bitte nicht daran hebeln.
Wann Sie uns anrufen sollten
- Die Schiene sitzt an einem Zahn nicht mehr auf und es bleibt eine sichtbare Lücke — die Zahnbewegung folgt dann nicht mehr dem Plan
- Ein Attachment ist abgefallen oder abgebrochen
- Eine Kante scheuert dauerhaft an Zunge oder Wange
- Der Druckschmerz lässt nach einer Woche nicht nach oder nimmt wieder zu
- Eine Schiene ist gebrochen oder verloren gegangen
Bitte in diesen Fällen nicht eigenmächtig zur nächsten Schiene wechseln und auch keine übersprungene nachholen. Rufen Sie uns an: +43 1 410 13 52. Meist genügt ein kurzer Termin, um die Behandlung wieder auf den geplanten Weg zu bringen.
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