All-on-4 Ablauf: Ihr Weg zu festen Zähnen
Von der ersten Untersuchung bis zur fertigen Zahnreihe: Lernen Sie die einzelnen Schritte kennen und erfahren Sie, was Sie für Ihre Planung klären können.
Schritte verständlich erklärt
•Individuelle Vorbereitung
•Heilung begleiten
•Nachsorge einplanen
•Vom ersten Befund bis zur fertigen Brücke: die Schritte im Überblick.
All-on-4 Ablauf Wien
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4.9★
Doctify Rating
25+
Jahre Erfahrung
Persönlich
Beratung in der Praxis
1010 Wien
Kärntner Straße 9
Auf einen Blick
Vorbereitung
Befund, erhaltungsfähige Zähne und gesundheitliche Voraussetzungen klären.
Implantation
Vier Implantate für eine vollständige Zahnreihe in einem Kiefer einsetzen.
Übergang und Abschluss
Eine feste provisorische Brücke ist nur bei geeigneten Voraussetzungen möglich. Nach der Einheilung folgen die endgültige Brücke und weitere Kontrollen.
Der Ablauf auf einen Blick
Von der Untersuchung und Vorbereitung über die Implantation und die provisorische Versorgung bis zur Einheilung, endgültigen Brücke und Nachsorge.

1. All-on-4-Ablauf: Untersuchung und gemeinsame Planung
Der All-on-4-Ablauf beginnt mit einer Untersuchung und dem Gespräch über Ihre Wünsche. Bevor eine vollständige Zahnreihe ersetzt wird, muss geklärt sein, welche vorhandenen Zähne erhalten werden können. Ebenso wichtig sind Ihre Erkrankungen, Medikamente, bisherige Zahnbehandlungen und mögliche Probleme mit einer Prothese.
Für die Planung werden der Kieferknochen, das Zahnfleisch und der Biss beurteilt. Eine dreidimensionale Aufnahme kann helfen, die Implantatpositionen und wichtige Nachbarstrukturen einzuschätzen. Die geplante Zahnreihe und die Implantate müssen zusammenpassen. Fragen Sie dabei auch nach der späteren Reinigung unter der Brücke. Der Ratgeber All-on-4 Ablauf Schritt für Schritt erklärt die Planungsphase bei YERIT ausführlicher.
2. Vorbehandlungen und Vorbereitung auf den Eingriff
Je nach Befund müssen zunächst Entzündungen behandelt oder nicht erhaltungsfähige Zähne entfernt werden. Nach einer Zahnentfernung kann der gezielte Erhalt des Kieferkamms die spätere Implantatplanung erleichtern, etwa für die Weichgewebekontur und die Kammbreite (Atieh et al., 2024) – ob das in Ihrem Fall sinnvoll ist, zeigt der Befund. Ob einzelne Schritte an einem Tag oder in getrennten Terminen erfolgen, wird für Ihre Situation entschieden. Nicht jeder All-on-4-Plan hat denselben Zeitablauf.
Vor dem Termin sollten die geplante Betäubung, die Übergangsversorgung und der Kostenplan besprochen sein. Sagen Sie dem Behandlungsteam auch, wenn Sie große Angst vor dem Eingriff haben. Örtliche Betäubung, zusätzliche Sedierung und Narkose sind unterschiedliche Möglichkeiten; welche davon geeignet und vorgesehen ist, muss individuell geklärt werden.
3. Die vier Implantate werden eingesetzt
Bei All-on-4 werden vier Implantate in einem Kiefer so positioniert, dass sie gemeinsam eine feste Zahnreihe tragen können. Die hinteren Implantate sind dabei häufig geneigt. Ob das Vorgehen zu Ihrem Knochenangebot passt, ist Teil der vorangegangenen Planung.
Wie lange der Eingriff dauert, hängt unter anderem von möglichen Zahnentfernungen, zusätzlichen Maßnahmen und davon ab, ob ein oder beide Kiefer behandelt werden. Eine pauschale Minuten- oder Stundenangabe wäre für Ihre Terminplanung unzuverlässig. Lassen Sie sich deshalb den voraussichtlichen Zeitbedarf für Ihren Eingriff nennen.
4. Provisorische feste Zähne – wenn der Halt ausreicht
Nach dem Einsetzen wird beurteilt, wie fest die Implantate im Knochen sitzen. Reicht dieser anfängliche Halt aus und passen die weiteren Voraussetzungen, kann eine feste provisorische Brücke früh eingesetzt werden. Diese frühe Nutzung wird als Sofortbelastung bezeichnet. Die ITI-Empfehlungen knüpfen sie ausdrücklich an eine geeignete Fallauswahl. Eine prospektive Fünf-Jahres-Studie zu sofortbelasteten All-on-4-Implantaten im Unterkiefer registrierte bei den nachverfolgten Personen keinen Implantatverlust, verzeichnete aber ebenso Entzündungen im Verlauf (Krennmair et al., 2022) – ein Hinweis, keine allgemeine Erfolgszusage.
Eine Sofortimplantation bezeichnet dagegen den Zeitpunkt des Einsetzens nach einer Zahnentfernung. Die beiden Begriffe sind nicht gleichbedeutend. Auch ein sofort eingesetztes Implantat muss nicht sofort belastet werden.
Falls die Stabilität für eine feste frühe Versorgung nicht genügt, braucht es einen angepassten Plan für die Einheilzeit. Besprechen Sie diese Möglichkeit bereits vor der Operation. „Feste Zähne an einem Tag“ bedeutet nicht, dass die gesamte Behandlung an diesem Tag abgeschlossen ist.
5. Einheilung, Essen und Reinigung
Während der Einheilung verbindet sich der Knochen mit den Implantaten. Das braucht Zeit, auch wenn die Brücke sich bereits fest anfühlt. Die endgültige Versorgung folgt häufig erst nach einer mehrmonatigen Heilungsphase. Der konkrete Zeitpunkt richtet sich nach dem Verlauf und den erforderlichen Kontrollen.
In der ersten Zeit muss die Belastung angepasst werden. Befolgen Sie die Hinweise zu weicher Kost und steigern Sie die Kauleistung erst nach Rücksprache. Eine feste Brücke ist keine Erlaubnis, sofort harte Lebensmittel zu beißen. Eine Erhebung zur Lebensqualität nach Sofortbelastungs-Vollbogenversorgung berichtet, dass sich nach vier Monaten die meisten befragten Personen beim Lächeln sicherer fühlten und seltener Schwierigkeiten beim Essen bestimmter Lebensmittel angaben (Dellepiane et al., 2020) – ein Trend, kein individuelles Versprechen. Lassen Sie sich außerdem zeigen, wie Sie die Wundbereiche und später den Raum unter der Brücke reinigen sollen.
Nach dem Eingriff können Schmerzen und Schwellungen auftreten. Das Behandlungsteam bespricht mit Ihnen die passende Versorgung und Anzeichen, bei denen Sie sich melden sollen. Zunehmende Beschwerden oder eine locker wirkende Brücke sollten Sie zeitnah abklären lassen, statt bis zum nächsten Routinetermin zu warten.
6. Die endgültige Brücke
Wenn die Voraussetzungen für die endgültige Versorgung erfüllt sind, werden Passung, Zahnstellung und Biss abgestimmt. Dabei zählt auch, ob Sie die Brücke gut reinigen können. Der endgültige Zahnersatz ersetzt die Übergangsversorgung; er ist ein eigener Arbeitsschritt mit eigener Anfertigung und Anpassung.
Das Material der Brücke wird getrennt vom Material der Implantate geplant. Besprechen Sie, welche Ausführung vorgesehen ist und welche Wartung dafür erwartet wird. Details zum Leistungsumfang finden Sie auf der Seite zu den All-on-4-Kosten.
7. Nachsorge und mögliche Abweichungen
Auch nach Abschluss der Versorgung bleiben tägliche Pflege und regelmäßige Kontrollen wichtig. Eine Übersichtsarbeit zu implantatgestütztem Vollbogenersatz im Oberkiefer nennt niedrige Verlustraten von rund 4,6 Prozent über drei bis sechs Jahre und beschreibt regelmäßige Nachsorge als entscheidend für den Langzeiterfolg (Ng et al., 2026). Das Intervall richtet sich nach Ihrem Risiko und dem Zustand der Versorgung. Implantate können Probleme entwickeln; an der Brücke können sich Teile lockern oder Reparaturen nötig werden. Langzeitstudien beschreiben solche Ereignisse trotz insgesamt gutem Erhalt der Versorgung. Eine Verlaufsbeobachtung über 10 bis 18 Jahre bei All-on-4 im Unterkiefer berichtet neben langfristigem Erhalt auch biologische und technische Komplikationen, bei einem beträchtlichen Anteil verlorener Nachbeobachtungen (Maló et al., 2019) – daraus lässt sich keine individuelle Haltbarkeitsgarantie ableiten.
Wenn ein Implantat nicht einheilt, muss die weitere Versorgung neu beurteilt werden. Daraus folgt nicht automatisch ein bestimmter Ersatzablauf oder eine bestimmte Wartezeit. Entscheidend sind Befund und Stabilität der übrigen Versorgung.
Bringen Sie zur Beratung diese Fragen mit: Welche Zähne können bleiben? Welcher Zahnersatz ist für die Einheilzeit vorgesehen? Was passiert, wenn eine Sofortbelastung nicht möglich ist? Welche Termine muss ich einplanen? Die All-on-4-Übersicht hilft Ihnen, den Ablauf in die Behandlungsentscheidung einzuordnen.
Planung, Eingriff, Einheilung und endgültiger Zahnersatz sind eigene Schritte. Der Zeitplan richtet sich nach Ihrem Befund.

Prozent nach zehn Jahren
So hoch liegen die dokumentierten Überlebensraten moderner Implantate. Grundlage dafür ist die Osseointegration — das Implantat verwächst fest mit dem eigenen Kieferknochen.
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Die Zahlungsbedingungen klären wir mit Ihnen vor der Behandlung.
Eine erste Orientierung bieten die marktüblichen Richtwerte auf unserer Preisseite (/preise). Eine verbindliche Zahl können wir aus rechtlichen Gründen erst nach der Untersuchung nennen — welche Leistungen für Sie vorgesehen sind und was sie kosten, besprechen wir in Ihrem persönlichen Kostenplan.
Advanced dental Aesthetics & Implantology
Doz.Dr.Dr. Kaan Yerit
„Ästhetik ist kein Zufall, sondern das Ergebnis präziser Planung und tiefer Leidenschaft.“
Die präoperative digitale Planung ist der stärkste Prädiktor für ästhetische und funktionelle Ergebnisse bei All-on-4-Rehabilitationen.
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Institut für Implantologie und Digitale Zahnmedizin Wien
Österreichische Gesellschaft für Implantologie (ÖGI)
European Association for Osseointegration (EAO)
Deutsche Gesellschaft für Implantologie (DGI)
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Praxis Yerit – Zahnarzt Wien
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Untersuchung, Implantation, Einheilung und endgültiger Zahnersatz folgen einem individuell abgestimmten Zeitplan.
Im Alltag
Die erste Zeit mit dem Provisorium braucht Aufmerksamkeit beim Essen und Reinigen. Lassen Sie sich vor dem Eingriff erklären, was für Ihre Versorgung gilt und wie Sie das Behandlungsteam bei Fragen erreichen.
Für wen diese Informationen gedacht sind
Wichtige Grenzen
Unsere Haltung
WISSENSCHAFTLICHE STUDIEN
Krennmair S et al. (2022). Immediately loaded implants simultaneously placed in fresh extraction and healed sites supporting four-implant-supported fixed mandibular prostheses using the all-on-4 concept: A 5-year prospective study
In einer prospektiven Unterkieferstudie wurden 22 von 24 Personen mit 88 Implantaten fünf Jahre nachverfolgt. In dieser Gruppe ging kein Implantat verloren; Entzündungen traten dennoch auf. Das Ergebnis ist keine allgemeine Erfolgszusage.
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Moraschini V et al. (2024). Long-term survival and success rate of dental implants placed in reconstructed areas with extraoral autogenous bone grafts: A systematic review and meta-analysis
Auch bei Implantaten in zuvor aufgebautem Kieferknochen zeigen sich langfristig hohe Überlebensraten von über 92%, unabhängig von der Art des Knochenaufbaus (Clinical Implant Dentistry and Related Research, 2024).
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Dellepiane E et al. (2020). Oral Health-Related Quality of Life and Full-Arch Immediate Loading Rehabilitation: An Evaluation of Preoperative, Intermediate, and Posttreatment Assessments of Patients Using a Modification of the OHIP Questionnaire
Nach 4 Monaten fühlten sich 92% der Patient:innen nicht mehr unsicher beim Lächeln und 92% hatten keine Schwierigkeiten beim Essen bestimmter Lebensmittel — die Lebensqualität verbesserte sich nach Sofortbelastungs-Vollbogen-Rehabilitation deutlich (Journal of Oral Implantology, 2020).
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Atieh MA et al. (2024). Alveolar ridge preservation versus early implant placement in single non-molar sites: A systematic review and meta-analysis
Nach Zahnextraktion zeigt Alveolarkamm-Erhaltung positive Effekte auf Weichgewebekontur und Kammbreite — sie kann spätere Implantatbehandlungen vereinfachen (Clinical Oral Implants Research, 2024).
38850092
Maló P et al. (2019). The All-on-4 treatment concept for the rehabilitation of the completely edentulous mandible: A longitudinal study with 10 to 18 years of follow-up
Eine retrospektive Studie begleitete 471 Personen mit All-on-4 im Unterkiefer über zehn bis 18 Jahre. Sie berichtet langfristigen Erhalt, aber auch biologische und technische Komplikationen. 31,6 Prozent gingen für die Nachbeobachtung verloren; keine individuelle Haltbarkeitsgarantie.
30924309
Ng E et al. (2026). Prosthetic Outcomes of Implant-Assisted Maxillary Restorations in the Edentulous Maxilla: A Systematic Review and Meta-Analysis
Implantatgestützte Vollbogen-Restaurationen im zahnlosen Oberkiefer zeigen niedrige Verlustraten von nur 4,6% über 3–6 Jahre — regelmäßige Nachsorge bleibt dabei entscheidend für den Langzeiterfolg (Clinical Oral Implants Research, 2026).
41846047
Shao WH et al. (2026). All-on-4 and All-on-6 implant-supported fixed prostheses for the edentulous jaw: a systematic review and meta-analysis
Die Übersicht umfasst 55 Studien zu All-on-4 und All-on-6. Insgesamt waren die Ergebnisse ähnlich; die Studien unterschieden sich stark. Daraus folgt keine allgemeine Überlegenheit einer Implantatzahl oder einer geführten Operation.
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Vor jedem Eingriff steht eine dreidimensionale Aufnahme des Kiefers. Position, Achse und Tiefe des Implantats werden daran geplant — nicht erst am Behandlungsstuhl entschieden.
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